Buddha
„Buddha“ ist kein Name, sondern ein Ehrentitel, der nur Personen verliehen wird, die die Erlösung durch eigene Erkenntnis verwirklicht haben. Der Mann, den man gewöhnlich mit diesem Titel zu bezeichnen pflegt, ist eine geschichtliche Persönlichkeit. Er lebte wahrscheinlich zwischen dem 6. und 5. Jh. v. Chr. in Nordindien und hieß vor seiner Erleuchtung Siddhartha Gautama. Die von ihm offenbarte Lehre (Dharma), die im Laufe der Jahrhunderte mancherlei Weiterbildung erfahren hat, und der von ihm gegründeten Mönchsorden sind noch heute lebendig, in den letzten Jahren durch die rege Tätigkeit tibetischer Lamas auch hier im Westen.
Neben dem historischen Buddha Gautama gibt es eine Reihe von Buddhas, die vor ihm gelebt und auch den Dharma offenbart haben sollen. Sie werden Vorzeitbuddhas genannt. Daneben gibt es auch Zukunftsbuddhas. Sie sind noch nicht geboren, sollen aber in den kommenden Epochen erstehen. Der Buddha, der in diesem Zeitalter noch erwartet wird, heißt Maitreya.
Eine weitere Gruppe von Buddhas bilden die transzendenten Buddhas. Sie werden im Unterschied zu den vorher aufgeführten Buddhas nicht auf der Erde geboren. Sie sind den Naturgesetzen enthoben, zeitlos und stets präsent. Man nennt sie auch Dhyani-Buddhas, weil sie in der Meditation (Dhyana) sichtbar werden können. Zu diesen transzendenten Buddhas gehören Akshobhya, Ratnasambhawa, Amitabha, Amoghasiddhi und Vairochana. Weiterhin gibt es eine Gruppe von Buddhas, die das Prinzip des Absoluten verkörpern. Sie werden Urbuddhas genannt zählen der vorhin genannte Vairochana, Vajrasattva, Vajradhara und Samantabhadra.
Einige will ich Ihnen gerne näher beschreiben:
1. Akshobhya
Akshobhya (übersetzt: „der Unerschütterliche“) ist allgemein bekannt als der Buddha, der die Erde mit der rechten Hand berührt. Diese Stellung wird als Bhumisparsha-Mudra bezeichnet. In seiner linken, die im Schoß ruht, liegt ein Almosentopf, das Würdezeichen des Ordens- oder Paradiesoberhaupts.
2. Ratnasambhava
Ratnasambhava (übersetzt: „der mit dem Edelstein Geborene“) ist die Personifikation der Freigiebigkeit. Er hält die rechte Hand in der Geste der Gewährung. Sie ist nach außen und unten geöffnet und symbolisiert die Bereitschaft zum Schenken von höchster Erfüllung.
3. Amitabha
Amitabha gehört zu den am meisten verehrten Buddha-Gestalten und heißt übersetzt: „der von unermesslichem Glanz“. Er hält die Hände im Schoß übereinander gelegt in der Meditationsgeste. Oft wird er auch mit einem Almosentopf in seinen Händen abgebildet. Die Haltung des Amitabha steht für die zukünftige Entwicklung des erleuchteten Geistes.
4. Amoghasiddhi
Amoghasiddhi, „der von unfehlbarer Zaubermacht“, oder als Buddha, „der unfehlbar Erfolg bringt“ hält die rechte Hand in der Ermutigungsgeste mit nach außen gedrehter Handfläche vor der Brust. Die linke ruht im Schoß und hält einen Almosentopf.
5. Vairocana
Vairocana hält in den flach aufeinader gelegten Händen das Rad der Lehre. Sein eigentliches, auf seinen Namen („der Sonnengleiche“) anspielende Attribut ist die Sonnenscheibe, die jedoch zumeist als Rad uminterpretiert und abgebildet wird.
6. Vajradhara
Wie der Name bereits andeutet („der Vajrahalter“), hält Vajradhara einen Vajra in der rechten und eine Glocke in der linken Hand. Dabei sind die Unterarme vor der Brust gekreuzt. Die Kreuzungsgeste deutet die Vereinigung und Aufhebung der Gegensätze im Absoluten, in der Leerheit hin.
7. Medizin-Buddhas
Medizin-Buddhas verfügen über ärztliche und pharmazeutische Kenntnisse und werden angerufen, um dem Patienten oder seinem Arzt die richtige Therapie einzugeben. Man erkennt sie an dem Topf mit Heilpflanzen, den sie in der linken Hand halten.
Buddha-Figuren werden geschätzt aufgrund der Klarheit und Heiterkeit, die sie ausstrahlen. Unglück und Elend der realen Welt sollen durch dieses freundliche Gegenbild überwunden werden und der Aussicht auf eine rein irdische Glückseligkeit Platz machen.
Ich habe immer verschiedene Buddha-Figuren aus unterschiedlichen Materialien vorrätig. Alle Figuren sind in Handarbeit hergestellt und Unikate. Abweichungen in Farbe und Verarbeitung können vorkommen.